33 Affen und eine Almhütte

 

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Inmitten der österreichischen Alpen fand Mitte Juli ein ungewöhnliches Experiment statt: 33 einander größtenteils unbekannte Querdenker aus 15 Nationen diskutierten und arbeiteten gemeinsam zweieinhalb Tage lang zu unterschiedlichsten Zukunftsthemen. Wissenschaftler und Professoren, Entrepreneure, Forscher und Abenteurer, Kommunikations- und Marketingexperten, Coaches und Sportler – sie alle brachten individuelle Ansätze und Denkanstöße mit, die sich unter dem Motto „the road less travelled“ mit (digitalen) Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigen.

Die Nutzung technischer Errungenschaften wie Virtual Reality und Drohnen stand ebenso auf dem Programm wie aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse und ihre Anwendung in der Unternehmenskommunikation. Weitere Themengebiete waren digitales Storytelling und die Auswirkungen des demografischen Wandels auf Zielgruppenanalysen, flankiert von Mindfulness-Übungen, Sport und Yoga. Die Bandbreite der einzelnen Arbeitsgebiete war groß und auf den ersten Blick – genau wie der Teilnehmerkreis – äußerst heterogen. Auf den zweiten Blick folgte vor allem eine zentrale Erkenntnis: Der Schlüssel zu erfolgreicher Innovation und Transformation liegt in einem ganzheitlichen Ansatz („holistic approach“).  Innovation entsteht offenbar vor allem dort, wo gleichberechtigte Vielfalt und Offenheit gefördert werden. Das gilt sowohl für Organisationen und Unternehmen als auch für das gemeinsame Miteinander und die Zusammenarbeit zwischen Menschen. Beispiele, die ein Umdenken in ansonsten fakten- und zahlenbasierten Geschäftsumfeldern belegen, sind zahlreich vorhanden: Sei es, dass eine etablierte Business School ihren MBA-Studenten neuerdings das Fach „Happiness“ verordnet. Oder die wissenschaftlich belegte Erkenntnis, dass ein wohlwollendes Arbeitsumfeld absolut entscheidend für die Leistung des Gehirns ist.

Bleibt nur zu klären, warum von 33 Monkeys beziehungsweise Affen die Rede ist: Das „33 Monkeys: Innovation Retreat“ ist ein Experiment des Startups Year of the X. Dessen digitale Kongresse richten sich mit ihrem Namen nach dem aktuellen chinesischen Horoskop. Mit drei stark frequentierten „Year of the Goat“-Festivals im vergangenen Jahr setzt sich die Veranstaltungsreihe dieses Jahr nun unter dem Namen „Year of the Monkey“ fort – offenbar mit weiter wachsendem Erfolg.

 

Weiterführende Links:

http://www.yearofthex.com

http://www.munich-business-school.de/insights/en/2016/03/success-factor-happiness-2016-2/